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2. BMU - Umweltbildungskonferenz: Schulen und Kommunen - ein starkes Team im Klimaschutz



 

Downloads:

Visuelle Protokolle des Konferenztags (pdf 12 Mb)

Vortrag Nicola Mozcek: Umweltwissen und Umwelthandeln (pdf 4,9 Mb)

 

Spätestens nach der 2. BMU-Umweltbildungskonferenz ist klar: Schulen spielen eine wichtige Rolle im Umwelt- und Klimaschutz – und eine noch größere mit den richtigen Partnern an ihrer Seite. Zur Konferenz und dem anschließenden 2. KlimaPolitischen Salon hatte das Bundesumweltministerium gemeinsam mit BildungsCent e.V. eingeladen.

 

Klimaschutz beginnt vor Ort

Unter dem Motto „Raus aus der Schule und rein in die Kommune“ trafen am Dienstag, 22. März, im Umweltforum Berlin 40 Schülerinnen und Schüler sowie 20 Lehrkräfte aus ganz Deutschland auf kommunale Fachleute aus Politik, Wirtschaft, Bildung und Verbänden. Ihr Ziel: Schulen besser mit lokalen Akteuren vernetzen und gemeinsam mehr Menschen für den Klimaschutz gewinnen. „Meine Erwartungen waren, neue Anregungen und Infos zu bekommen. Die wurden voll erfüllt“, resümiert Schüler Tim Seyffert vom Gymnasium Burgstädt. Er will die neuen Impulse an seine Mitschülerinnen und –schüler weitertragen.
 

Der Weg als Ziel – vernetzen lernen

Im World Café tauschten sich die Jugendlichen und ihre Lehrkräfte unter anderem mit der Aachener Bürgermeisterin Hilde Scheidt über Chancen und Grenzen schulischer Klimaschutzaktivitäten aus. Die Teilnehmenden erfuhren so ganz konkret, wie Klimaschutz vor Ort gelebt und organisiert werden kann. „Mir ist noch einmal ganz klar geworden, dass jede Kommune gut daran tut, sich noch intensiver mit Schulen zu unterhalten. Denn was da an Kreativpotential vorhanden ist, können wir gar nicht hoch genug einschätzen“, so die Aachener Bürgermeisterin. Sie will in Zukunft noch aktiver auf Schulen zugehen und ihre Unterstützung anbieten. Die wachsende Bedeutung wechselseitiger Vernetzung betonte auch Harald Welzer. Der Sozialpsychologe wies auf den mit dem Klimawandel einhergehenden Kulturwandel hin und plädierte dafür, Netzwerke als „Möglichkeitsräume für Veränderungen“ zu nutzen.

 

Vom Umweltbewusstsein zum Umwelthandeln

Der abschließende 2. KlimaPolitische Salon unter der Leitung der NDR-Moderatorin Inka Schneider stand im Zeichen der Atomkatastrophe in Japan. Die prominent besetzte Podiumsrunde um den Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung, Günther Bachmann, diskutierte die Beobachtung, dass viele Menschen besonders in Krisen ein ausgeprägtes Umweltbewusstsein entwickeln, im Alltag aber selten danach handeln. Die Beteiligten waren sich einig: Den Schulen kommt hier eine große Bedeutung zu. Als zentrale Multiplikatoren einer Kommune hätten sie das Potenzial, den Schritt vom Bewusstsein zum Handeln zu unterstützen.

 

Die Schule der Zukunft: Vernetzt, offen und aktiv

„Die Frage, wie Schülerinnen und Schüler dazu animiert werden können, Klimaschutz zu leben, wurde in den vergangenen Jahren in Schule vernachlässigt. Im Fokus standen Schulfächer. Dabei gilt es, gerade die kommenden Generationen zu aktiven Klimaschützern zu machen. Ein Öffnen der Schulen nach außen ist da der nächste Schritt. Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte müssen ihre Erfahrungen, ihr Wissen und ihre Kreativität stärker als bisher in die Gesellschaft herein tragen, um gemeinsam mit anderen Gruppen neue Praxismodelle zu entwickeln“, fasst Silke Ramelow, Vorstandsvorsitzende des BildungsCent e.V., die Ergebnisse und Perspektiven des Tages zusammen.

 

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