
Die phänologischen Gärten von GLOBE Die Klimaerwärmung wirkt sich direkt auf die Pflan- zenwelt aus. Die Artenvielfalt leidet,Vegetationszonen verschieben sich. Neue Schädlinge können auftreten, Hagel, Dürre oder Hochwasser vermehrt Schaden an- richten. Phänologische Beobachtungen dienen dazu, sich ein genaueres Bild zu machen, wie sich mit dem Klima auch die Vegetation verändert. Darum geht es auch bei den phänologischen Gärten im Rahmen des internationalen Projekts GLOBE (Glo- bal Learning and Observations to Benefit the Environ- ment). Hier erforschen Schule und Wissenschaft ge- meinsam die Auswirkungen von Klima, Gewässern und Boden auf Flora und Fauna. Wie es funktioniert Weltweit pflanzen die Kinder und Jugendlichen je acht so genannte Zeigerpflanzen, darunter Zauber- nuss, Schneeglöckchen und chinesischen Flieder. Alle Pflanzen einer Art sind jeweils genetisch gleich. Aus- trieb, Blattentfaltung, Blüte, Reife, Laubverfärbung und Blattfall werden somit nur von den örtlichen Gege- benheiten wie Temperatur, Niederschlag und Nähr- stoffversorgung beeinflusst, nicht aber vom Erbgut. Die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist es, bei den Pflanzen diese Erscheinungsphasen (Phäno- phasen) zu beobachten. Zusätzlich protokollieren sie die Temperatur und die Niederschlagsmengen und ge- ben die Ergebnisse in eine internationale Datenbank ein. So können die Anfänge der einzelnen Erschei- nungsphasen jeder Pflanzenart des Programms welt- weit miteinander verglichen werden. Michael Haertl von der Schloßpark- und Lippe- see Gesellschaft unter- stützt die Schüler bei ihrer Pflanzaktion. 87