
Dresdens kleine Solarforscher An der Laborschule Dresden ist der Name Programm: Die labora, lateinisch für Arbeit, ist fester Bestandteil des reformpädagogischen Schulkonzepts. Im Projektunterricht sollen die Schülerinnen und Schüler unter Anleitung von Berufstätigen aus der Praxis handwerken, forschen und experimentieren. Seit Neuestem gibt es ein Solarprojekt, bei dem die Schülerinnen und Schüler mit der Photovoltaikanlage auf dem Schuldach arbeiten. Alexander Marthaus, Va- ter zweier Schüler und selbst Besitzer einer Solaranlage, leitet den fachpraktischen Unterricht. Sein Honorar finanziert die Laborschule zurzeit mithilfe von Aktion Klima! Herr von Bahder, die Laborschule hat eine Solaranlage auf dem Schuldach. Wo haben Sie die her? DANIEL VON BAHDER: Die ist ganz neu. Menschen, die uns nahe stehen, haben sich zur Stiftung „Sonne und Wind“ zusammengeschlossen. So kamen rund 24.000 Euro zusammen, um einen Teil des Dachs mit Solar paneelen abzudecken. Die Erträge der An- lage kommen der Schule als Spende zu Bildungszwecken zugute. Interessantes Geschäftsmodell. Wie funk- tioniert das genau? VON BAHDER: Aus rechtlichen Gründen darf die Stiftung damit keine direkten Ge- winne erwirtschaften. Deshalb hat sich Herr Marthaus bereit erklärt, die Anlage zu betreiben. ALEXANDER MARTHAUS: Dazu habe ich eine Firma gegründet. Für den eingespeisten Strom, den die Anlage erzeugt, bekomme ich für 20 Jahre garantiert rund 43 Cent pro Kilowattstunde vergütet. Für die Nutzung zahle ich der Stiftung eine Pacht in Höhe der Einspeisevergütung, die sie wiederum an die Schule weiterreichen darf. Ich selbst mache damit also keinen Gewinn. Wie viel Strom erzeugt die Anlage denn? VON BAHDER: Zurzeit hat sie bei Sonnenschein eine Maximalleistung von 4,7 Kilowatt. Langfristig wollen wir aber die komplette Energie für die Schule darüber gewinnen. Im Zuge der anstehenden Sanierung des Gebäudes wird deshalb das komplette Dach mit Solar paneelen abgedeckt. Die Spitzenleistung läge dann bei rund 50 Kilowatt. Ein Gespräch mit Daniel von Bahder, Geschäftsführer der Laborschule, und Alexander Marthaus über ihre Pläne mit der Solarenergie Daniel von Bahder, Geschäftsführer der Labor- schule Dresden. Alexander Marthaus betreut das Solarprojekt der Schule. 50 Kilowatt 4,7 Kilowatt 47